| "Mehr Machen" - mit oder ohne Flügel? Wer die Wahl hat, hat die Qual. |
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| Geschrieben von: Gundi Köhler |
| Samstag, den 20. Juni 2009 um 14:18 Uhr |
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Leserbrief zum Thema OB-Wahl in Pforzheim (2. Wahlgang am 28.06.2009) Gert Hager - Christel Augenstein bei Frau Augenstein (FDP) - mit Unterstützung der CDU und FDP
"Mehr Machen" - mit oder ohne Flügel?
Ist der späte Einstieg der CDU in den OB-Wahlkampf nun als Drohung oder als Versprechen zu verstehen? Gerne will ich das Positive sehen, also ein Versprechen. Was aber kann dabei herauskommen? Wir wissen, dass Herr Ministerpräsident Oettinger am 24. Juni (vier Tage vor dem zweiten und entscheidenden Wahlgang) zu seiner offiziellen Regionalbereisung kommen wird. Warum aber nach Illingen und nicht nach Pforzheim? Hat er keine besonderen "Wahlgeschenke" für Frau Augenstein, die immerhin die gleiche politische Farbe wie seine Landesregierung verkörpert, nämlich CDU und FDP? Also repräsentieren sie gemeinsam den Grund für die Untätigkeit in Sachen Westtangente seit der Rechtskraft der Planfeststellung. Die Westtangente will Frau Augenstein jetzt plötzlich in ihrer Verzweiflung in noch kleineren Scheibchen bauen. Sie beachtet dabei nicht, obwohl sie es weiß oder wissen könnte, dass der Beginn der Westtangente nur der Tatsache dient, den Umleitungsverkehr während des Ausbaus der A 8 zwischen Karlsbad und Pforzheim-West wieder schnell und sicher zurück auf die Autobahn zu bringen. In Karlsruhe, Stuttgart und Berlin nennt man das "Beseitigung des Leistungsfähigkeitsdefizits". Was also wird Herr Ministerpräsident Oettinger und die CDU noch für sie tun wollen? Bislang hat er sich festgelegt, dass die bereits planfestgestellte Westtangente vor dem Ausbau der A 8 Enztalsenke kommt, deren Verfahren derzeit in Karlsruhe ruht. Dies wird bei den sonstigen planfestgestellten Projekten in Baden-Württemberg mit einem Gesamtvolumen von 2 Mrd. Euro und einer jährlich vom Bund zur Verfügung stehenden Summe von 130 Millionen Euro keinesfalls vor 2020 sein. So hat es der Landtag von Baden-Württemberg einstimmig entschieden. Also sollte Frau Augenstein für die nächste Wahlzeit eines OB, die wiederum acht Jahre betragen wird (?), keine Aussichten auf Änderung machen. Das gilt aber auch für den anderen Kandidaten, Gert Hager, der zumindest nicht den Vorwurf verkraften muss, er habe in den letzten acht Jahren nicht genügend getan. Gundi Köhler |


