| Pforzheim - EBM Heidt verpasst Bürger einen "Maulkorb" |
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| Geschrieben von: Gundi Köhler |
| Dienstag, den 19. Juli 2011 um 12:01 Uhr |
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Leserbrief zu einem Artikel in der PZ und im Kurier am 19.07.2011 zum Thema Städtische Verkehrsbetriebe (SVP)
Busausfälle der Pforzheimer Verkehrsbetriebe (SVP) waren in den letzten Wochen an der Tagesordnung. Die Busfahrer der SVP wehrten sich gegen angedrohte "betriebsbedingte Kündigungen" (mit Verlagerung von Arbeitsplätzen in eine Busfahrergesellschaft der Veolia) mit der Verweigerung von Überstunden. Denn der laufende Fahrbetrieb kann nur mit massiven Überstunden aufrecht erhalten werden, da zu wenig Fahrer eingestellt sind.
Die vielgepriesene Einigung zwischen der Geschäftsleitung der SVP (Veolia) und dem Betriebsrat kam u. a. unter der Bedingung der Eigenwirtschaftlichkeit zustande (siehe Aushang der GL für die Mitabeiter am schwarzen Brett). Da aber die SVP bis 2010 schon ein Defizit von 1,2 Mio. € angesammelt haben und somit eine Eigenwirtschaftlichkeit nicht gegeben ist (und nie gegeben war), ist eine Arbeitsplatzgarantie für Busfahrer der SVP bis 2013 schon jetzt Makulatur. Die bereits angekündigte und inzwischen gegründete Busfahrergesellschaft der Veolia garantiert Lohndumping. Sollte sich jemand, der abhängig beschäftigt ist, sehenden Auges in solche Abhängigkeiten begeben, die wirtschaftlich nur nach unten führen? Auch wenn die Stadt 2006 mit der Teilprivatisierung Verantwortung für die Busfahrer abgegeben hat, bleibt sie doch sozial für die Busfahrer (als Bürger dieser Stadt) verantwortlich und die Stadt und der Gemeinderat haben nach wie vor eine Fürsorgepflicht.
Gundi Köhler |


